„Der (unerwartet) ausgeheilte Fall“ Poster am Kongress für Allgemeinmedizin in Graz November 2012

Beschreibung des Falles:

Bei Ingrid (Name geändert), 58 Jahre, wird im Februar 2011 eine hochseropositive aCCP Polyarthritis 0-1 diagnostiziert. Unter Metotrexattherapie in einer Dosierung von 15 mg/Woche kommt es  nie zu einer vollkommenen Beschwerdefreiheit.Die Patientin leidet unter stechenden Schmerzen im linken Fuß und in beiden Ellbogen, unter ziehenden Schmerzen in den Händen und Fingern. Deutliche Morgensteifigkeit. Ingrid ist eine sympathische, offene, kommunikative Frau, die sich in ihren Aktivitäten bewegungsmäßig sehr eingeschränkt fühlt.

Therapie:

 Ende August 2011 beginne ich die begleitende homöopathische Therapie mit Phosphor LM 6, 1×5 Globuli/Tag.

Verlauf und weitere Therapie:

 Kontrolle Mitte September, 14 Tage nach dem Erstgespräch in meiner Praxis: Ingrid fühlt sich insgesamt um Vieles besser, frischer. Die angegebenen Schmerzen sind weg! Morgensteifigkeit besser, aber noch vorhanden. Die Kontrolle des RF bei der Hausärztin ergibt einen Nullwert! Bei der Kontrolle in der Rheuma Ambulanz des KH BHB Eggenberg wird der Laborwert angezweifelt, er soll in 1 Monat noch einmal wiederholt werden.

Ende Oktober 2011: RF 237, trotzdem ist die Patientin beschwerdefrei. Um den wieder vorhandenen Entzündungsparametern homöopathisch besser zu begegnen, verordne ich Phosphor D 200 1×5 Globuli im Abstand von 14 Tagen, dazwischen LM 6 wie gehabt.

Mitte Dezember 2011: bei weiterer Beschwerdefreiheit der Patientin wird die Ebetrexatdosis von der Hausärztin zunächst reduziert, aufgrund einer massiven Übelkeit trotz Folsaneinnahme die Therapie Ende Dezember von der Ambulanz BHB endgültig abgesetzt. Die Patientin nimmt keine Medikamente ein, auch Schmerzmittel sind nicht notwendig.

Befund BHB vom 7.Jänner 2012: unauffällige Entzündungsparameter, RF 322. Da die Patientin vollkommen beschwerdefrei ist, wird mit der Aravatherapie zugewartet.

Kontrolle in der Rheuma Ambulanz BHB Ende Mai: RF 289, die Patientin ist vollkommen schmerzfrei und kann wieder walken und schwimmen wie früher, ohne Einschränkung.

Letzte Kontrolle in der Rheuma Ambulanz Ende Oktober 2012: die Patientin wird aus der engmaschigen Kontrolle entlassen, sie solle bei Schmerzen wieder vorstellig werden. Keine weitere schulmedizinische Therapie.

 

 Schlussbemerkung:

 Die Patientin ist jetzt, Anfang Dezember 2012, vollkommen schmerz – und beschwerdefrei. Sie hat im Sommer eine Wanderung von 4 Tagen nach Mariazell  ohne Schmerzen unternommen und berichtet mir voll Freude, dass sie wieder sehr viel an Lebensqualität gewonnen habe. Geplant ist, die homöopathische Therapie vor Weihnachten noch einmal zu überdenken.

Dr. Gloria Kozel ist Allgemeinmedizinerin und Homöopathin in Graz.