Homöopathie von Anfang an Teil II Homöopathie im Säuglingsalter Dr. Gloria Kozel

In meinem ersten Beitrag (Praxis Magazin 3/16) über Homöopathie unter der Geburt und homöopathische Behandlung von Neugeborenen habe ich Sie mit der homöopathischen Vorgangsweise vertraut gemacht: als Neugeborenenperiode  beschreiben wir die Zeit von der Geburt bis zur Umstellung des kindlichen Organismus auf die neue Umgebung. Normalerweise braucht das Baby dazu etwa vier Wochen, dann folgt das Säuglingsalter.

Homöopathische Ärztinnen und Ärzte behandeln Säuglinge in ihren Praxen von Anfang an. Für alle Beschwerden suchen wir die individuelle Arznei – das heißt, wir finden für die Krankheit, bzw. für das Kind mit seiner Krankheit ein homöopathisches Mittel. Wir vergleichen mithilfe der genauen Schilderungen der Eltern gemeinsam mit ihnen die augenblicklichen, auffälligen  Beschwerden mit dem gesunden Zustand. Wir fragen sowohl nach der möglichen Ursache der Erkrankung als auch nach Stimmungsschwankungen des kleinen Patienten.

Im heutigen Artikel möchte ich einige Arzneien bei akuten Beschwerden im Säuglingsalter, wie Zahnungsbeschwerden und Dreimonatskoliken näher erläutern.

Akute Krankheiten sind durch das plötzliche Auftreten und ihre Heftigkeit, wie Fieber, Schmerzen und deutliche Stimmungsveränderungen gekennzeichnet. Jede akute Erkrankung ist ein Versuch des Körpers, einen Ausgleich zu schaffen für etwas, was aus der Ordnung gefallen ist. Kinder mehr noch als Erwachsene, nehmen sich manchmal mittels einer akuten Erkrankung unbewusst eine Auszeit. Sie ruhen sich von einer Überforderung aus und dann machen sie oft einen Entwicklungssprung.

Zu achten ist auf die Beschreibung der Art/ Zeit des Auftretens, der Umstände der Beschwerden – aber am allerwichtigsten sind unsere eigenen Beobachtungen des Säuglings, sowie die Beobachtung der Interaktion des Kindes mit seinen Eltern.

Beobachten und genaues Hinhören sind angesagt: wir fragen gezielte Fragen und blättern dabei in unserer unsichtbaren Kopfkartei…gehört das Symptom zu Belladonna oder zu Chamomilla….wir fragen in  Richtung der gedachten Arznei: wo genau sind die Schmerzen? Strahlen sie aus? Wodurch werden sie gebessert/verschlechtert? Ist dem Kind warm oder kalt, schwitzt es? Wie sieht es denn aus im Fieber? Hat es Appetit, Durst – und insgesamt: was ist anders als in gesunden Tagen?

Bei akuten Erkrankungen, bei denen der kindliche Organismus aufgrund seiner Abwehrschwäche oder wegen eines Ereignisses – wie Streit der Eltern, Enttäuschung oder Kummer –  nicht in der Lage ist, die Krankheit aus eigener Kraft zu bewältigen, hilft uns die Kenntnis der möglichen Ursache sehr viel weiter.

So wird ein drei-jähriger Bub  nach einer Urlaubsreise plötzlich krank, weil er mit angesehen hat, wie bei einem Unfall auf der Gegenfahrbahn Rettung und Feuerwehr die verletzten Menschen geborgen haben. Die Eltern und seine ältere Schwester waren ebenso betroffen – und ihm dadurch keine Hilfe. Zum ersten Mal in seinem Leben wurde er konfrontiert mit Schreck, Angst, Ohnmacht und Tod.

In der Rubrik: Gemüt/Beschwerden durch Schreck/durch Anblick eines Unfalls finden wir Aconit. Aconit D 200 heilte nicht nur den Husten und das hohe Fieber schnell, sondern auch den Schreck, den der Kleine nicht verarbeiten konnte.

Die wichtigste Arznei für heftige Zahnungsbeschwerden ist

Chamomilla, echte Kamille

Der Zahndurchbruch kann eine ganz schwierige Zeit für Eltern und Kind sein. Aufgrund der Schmerzüberempfindlichkeit eines Kindes, das Chamomilla braucht,  hat es besondere Probleme.

Das Zahnfleisch ist auf der entsprechenden Seite entzündet, feuerrot und sehr schmerzhaft. Es ist nur eine Wange knallrot und heiß, da wo der Zahn herauskommt, die andere ist blass und kühl!

Ein Kind, das Chamomilla braucht, erkennen Sie sicher an seinem Verhalten:  das Kind ist unruhig und hält seine Mutter pausenlos auf Trab. Sie kann’s ihm nicht recht machen – gibt sie ihm ein Spielzeug, dann wirft er es verärgert weg und will ein neues. Heftige und lang anhaltende Schreiphasen sind die Regel.

Chamomilla wehrt sich mit Händen und Füßen, wenn er schlafen gehen soll. Er schlägt mit dem Kopf gegen die Wand, er schreit in der Nacht und will herauskommen. Er ist sehr müde, kann aber trotzdem nicht schlafen.

Wenn es ihm schlecht geht, will er weder angesprochen, noch berührt werden, nur herumtragen darf man ihn. Wiegen darf man ihn auch, dann beruhigt er sich. In den Schmerzen kann sich das Kind entweder überstrecken oder zusammenkrümmen.

Dieses ungeduldige, launenhafte Verhalten ist eine Reaktion der kindlichen Hilflosigkeit. Gegen Abend steigert sich die Gereiztheit noch. Wärme, Bettwärme erträgt das Kind sehr schlecht.

Der grüne Durchfall, der für Chamomilla charakteristisch ist, ist meist von heftigen Bauchschmerzen begleitet. Der Stuhl macht den Popo wund, Winde riechen nach faulen Eiern.

Belladonna, Tollkirsche

Alles an Belladonna ist heiß, rot und brennt wie Feuer – der Kopf, die Ohren, der Hals, die Haut.

Im Fieber zeigt sich Belladonna von seiner typischen Seite: brennende, dampfende Hitze des Kopfes und des Körpers, jedoch auffallend: kühle Arme und Beine.

Belladonna Zahnungsbeschwerden sind charakterisiert durch plötzlich auftretende Schreiattacken in der Nacht, rund um Mitternacht mit viel Schweiß.  Die Kinder strecken sich durch, biegen sich nach hinten durch in den Schmerzen. Es sind schreckhafte Säuglinge mit großer Reizempfindlichkeit gegen Geräusche, Erschütterung und Licht.

Pulsatilla, Kuhschelle

Wie unterscheidet sich ein Kind, das Pulsatilla für seine Zahnungsbeschwerden braucht, von Chamomilla oder Belladonna?

Pulsatilla ist ein sanftes Kind, es jammert eher in den Schmerzen als es schreit. Pulsatilla weint und schmiegt sich an die Mama, es ist leicht zu trösten.

Große Wärmeempfindlichkeit, Besserung an der frischen Luft, besser in Gesellschaft. Auffallende Durstlosigkeit.

Ferrum phosphoricum

Alle Beschwerden von Ferrum phosphoricum, in unserem Fall auch die Zahnungsbeschwerden verlaufen in Wellen, was bedeutet: Phasen von Beschwerdefreiheit wechseln ab mit plötzlich auftretenden Schmerzen.  Die Kinder machen keinen wirklich kranken Eindruck. Dunkle Ringe unter den Augen, blasses Gesicht mit roten Wangerln.  Wenig Schweiß und wenn, im Gesicht. Empfindlichkeit auf kalte Luft, jedoch Besserung der Zahnungsbeschwerden durch kaltes Wasser; Eiswürfel auf der Zahnleiste haben sich sehr bewährt!

Hepar sulfuris, Schwefelleber

Hepar sulfuris ist eine wichtige Arznei für Pseudokrupp, wenn die Symptome um etwa 5 Uhr Früh beginnen. Auch bei den Zahnungsbeschwerden kann die Zeit ein Hinweis auf die Arznei sein.

Das Charakteristische für ein Kind, das Hepar sulfuris braucht, ist die extreme Reizbarkeit bei den Schmerzen. Das Zahnfleisch ist schmerzhaft, Berührung der Zahnleiste gar nicht möglich. Die Kinder müssen immer herumgetragen werden, sonst sind sie ärgerlich und unausstehlich; sie lachen selten.

Das Gesicht ist im Gegensatz zu Chamomilla und Belladonna sehr blass, die Kinder frieren leicht, dennoch viel Schweiß am ganzen Körper.

Begleiterscheinungen beim Zahnen: rinnende Nase, sauer riechender Durchfall.

Ohrenschmerzen sind eine häufige Begleiterscheinung bei den Zahnungsbeschwerden.

Wie unterscheiden wir die Ohrenschmerzen von Belladonna, Chamomilla, Ferrum phos. und Pulsatilla?

Belladonna: plötzliche, heftige Ohrenschmerzen häufiger im rechten Ohr. Schreien und Unruhe mit Überstreckung. Rotes Gesicht, heißer, brennender Kopf, kühle Hände und Füße. Viel Schweiß.

Schlechter: nachmittags und nachts, Erschütterung, Berührung, Bewegung, Licht, Geräusche.

Besser: Ruhe, kühlende Umschläge.

Chamomilla: heftige Schmerz-/Schreiattacken, extreme Schmerzempfindlichkeit. Rotes Gesicht, viel Schweiß. Unzufriedene Grundstimmung, Ruhelosigkeit.

Pulsatilla: Ohrenschmerzen nachts, Verschlechterung im warmen, stickigen Zimmer, Besserung durch frische Luft, Trost. Veränderlichkeit in der Stimmung, anhänglich, weinerlich, Angst vor dem Alleinsein.

Ferrum phos.: auch hier ist häufig das rechte Ohr betroffen. Sehr schmerzhafte, berührungsempfindliche Mittelohrentzündung. Langsamer Beginn.

Noch nicht besprochen haben wir die Arzneien Capsicum und Silicea:

Capsicum, Cayennepfeffer: sehr heftige Ohrenschmerzen, die deutlich heißen Ohren sind empfindlich auf Berührung. Auch das Gesicht ist heiß, die Wangen sind abwechselnd rot und blass. Kein Durst beim Fieber.

Silicea, Kieselerde: Silicea Kinder sind blass und zart, fröstelig, schwitzen aber dennoch sehr viel.

Bald nach einem Schnupfen mit Schwerhörigkeit treten geschwollene Halsdrüsen bei den Ohrenschmerzen auf, Juckreiz in den Ohren.

Lesen Sie hier ein Beispiel aus der Praxis zu den genannten Zahnungsbeschwerden – Sie könnten durchaus schon erraten, welche Arznei gegeben wurde!

Es ist dies die Prüfungskrankengeschichte einer Kollegin, sie hat mir erlaubt, sie zu veröffentlichen.

Erstanamnese am 15.01.2012

Meine einjährige Tochter Lea (Name geändert) und ich haben eine sehr unruhige Nacht hinter uns. Sie schlief gestern um 20 Uhr ein. Um 21:00 Uhr erwachte sie das erste Mal – von da an ca. alle 50 Minuten. Dabei ist sie schwer zu beruhigen und will nicht von mir weggelegt werden. Sie ist leicht verschnupft mit wässrigem Sekret ohne Verstopfung der Nase, niest und hustet selten. Beim Frühstück verweigert sie ihren Brei, wirft alles zornig zu Boden und brüllt. Ich bin erstaunt ob ihrer Vehemenz. Wir verabschieden unsere Männer (Ehemann und älterer Bruder von Lea) zu einem Schitag und gehen unsere Schlafrunde mit dem Kinderwagen. Anstatt des üblichen 3-Stunden-Schläfchens erwacht sie schon nach einer Stunde und brüllt, beginnt zu husten, wird hochrot im Gesicht und würgt. Endlich habe ich sie aus dem Wagen befreit – anscheinend zu langsam. Sie regt sich so sehr auf und hustet, bis sie letztendlich erbricht. Kurze Zeit später hat sie 4mal schleimigen, weichen Stuhl. Den ganzen Tag will sie getragen werden oder an der Brust nuckeln. Nur so ist sie zu beruhigen. Jedes Schnäuzen artet in Gebrüll aus.

Erfülle ich ihre Wünsche nicht sofort, wirft sie Dinge um sich, weint, zieht sich an meinen Beinen hoch – ich komme nicht einmal zum Essen! Das ist nicht mein Kind! Zuerst dachte ich ja, Lea wird krank, jetzt vermute ich einen Zahn als Ursache für ihre Wesensänderung! Nun steckt sie sich auch vermehrt die Finger und ihre Zahnbürste in den Mund, und die rechte Wange ist rot. Als ich unter der Dusche bin, will sie zu mir und kniet  vor der Duschkabine mit hochgestreckten Ärmchen. Ich beeile mich, inzwischen versucht mein Mann sie zu trösten, was in zornigem Geschrei ausartet. Sie ist schweißgebadet am ganzen Körper, die Haare sind so nass, als hätte ich sie ihr gewaschen. Spätestens jetzt ist es an der Zeit, etwas zu unternehmen: ich gebe ihr……….. dusche sie und bringe sie um 20:00 Uhr zu Bett.

Physikalische Untersuchung: rechte Wange rot,  Mundhöhle: 6 Zähne ganz durchgebrochen, 4er bds. oben im Durchbrechen, 4er links unten Spitze durchscheinend, Umgebung leicht gerötet und geschwollen; wässriges Sekret aus der Nase, Nasenatmung frei; die übrigen Befunde unauffällig.

Gewählte Arznei?  ……..Chamomilla C200  1×5 Globuli

(Anmerkung der Autorin: bei akuten Erkrankungen wählen wir homöopathischen Ärzte auch einmal eine hohe Potenz, wenn wir uns der Arznei ganz sicher sind.)

Begründung:

Chamomilla ist ein typisches Zahnungsmittel. Ausschlaggebend für die Verordnung ist der typische Gemütszustand mit der extremen Reizbarkeit, der Vehemenz, dem Zorn gefolgt von körperlichen Beschwerden, dem Weinen und Jammern, der Besserung durch das Getragen werden. Als sich dann noch eine Wange rot verfärbt und ich entdecke, dass ein Zahn durchbricht, ist für mich das Mittel ganz klar.

Nachkontrollen:

Lea erwacht ab 22:30 Uhr stündlich, hustet auch, erwacht dadurch. Um 0:30 Uhr lege ich sie zu mir, die restliche Nacht verläuft ruhig. Am nächsten Tag habe ich meine Lea wieder! Sie spielt – auch allein, plaudert, lacht, isst gerne und alles, ist zufrieden und ausgeglichen, schläft vormittags ihre üblichen 3 Stunden. Der Stuhl ist normal. Sie hat noch wässrigen Schnupfen und hustet ganz wenig. Lea ist auch in den folgenden Tagen ein kleiner Sonnenschein. Chamomilla C 200 hat sehr gut gewirkt.

Rezidivierende Infekte der oberen und unteren Atemwege bei Kindern

sind ein großes Thema in der homöopathischen Kinderpraxis: Angina, Kehlkopfentzündung, Bronchitis, Mittelohrentzündung….

Lernen wir das Kind beim ersten Infekt kennen, geben wir die nötige Akutarznei.

Häufen sich Infekte in dieser Saison oder suchen mich Eltern mit ihrem Kind auf, weil es so oft krank und so selten im Kindergarten ist, so finden wir beim Erstgespräch das chronische Mittel, das ich bei augenblicklicher Beschwerdefreiheit in der Potenz D 30 2x/Woche verordne, eventuell die Potenz D 200 für den Notfall mitgebe.

Beschwerden bei den Dreimonatskoliken

Beginnen wir mit den Beschwerden, die typisch für Chamomilla sind: was fällt Ihnen da ein?

Reizbarkeit, Überempfindlichkeit in den Schmerzen, beim Ablegen des Kindes ins Bett  Zornausbruch und Wut. Die Schmerzen treten anfallsartig auf, das Kind ist sehr unruhig. Die Kinder sind schwer zu trösten, weil sie nicht angesprochen, oftmals nicht angesehen werden wollen.

Saure grünliche Stühle.

Nux vomica, Brechnuss

Die Spannungen im Bauchbereich eines Säuglings, der Nux vomica braucht, zwingen ihn, die Beinchen abwechselnd anzuziehen und auszustrecken. Der Bauch ist aufgebläht, Winde schmerzen vor ihrem Abgang. Schluckauf, hartnäckiges Säuglingserbrechen, Neigung zu Verstopfung mit erfolglosem Drang.

Schlechter werden die Schmerzen nach einer Mahlzeit, morgens, durch Druck und Abkühlung, besser durch Wärme und nach dem Stuhlgang.

Nux vomica Kinder sind überempfindlich, reizbar, ungeduldig, sie schreien lang nach jeder Mahlzeit.

Gehäuftes Auftreten von Nabel- und Leistenbrüchen.

Colocynthis, Koloquinte

Das Baby leidet sehr unter den Krämpfen, sie sind heftig. Verschlechterung gleich nach dem Essen, bzw. Stillen und in der Nacht. Besserung durch Liegen auf dem Bauch – Druck und Wärme bessern, besser nach Stuhlabgang. Aufgetriebener Bauch. Das Kind krümmt sich zusammen in den Schmerzen und Zusammenkrümmen bessert auch.

Die Stimmung ist auffällig: weinerlich, ärgerlich, unruhig, zornig, mag nicht getröstet werden.

An Cina, eine Artemisia Art

denken wir, wenn die Säuglingskolik häufig beim Zahnen, häufig spätabends oder in der Nacht auftritt. Der Bauch ist gebläht, wie bei Colocynthis bessern sich die Schmerzen in der Bauchlage. Die Beine sind in den Schmerzen angezogen. Das Kind möchte immer getragen werden, aber die Schmerzen bessern sich erst durch heftiges Schaukeln!

Die Mutter eines zahnenden Kindes hüpfte jede Nacht mit dem Säugling im Arm auf einem Trampolin – nur so ließ sich der Bub beruhigen!

Auffällig ist, dass das Kind gierig trinkt, es hört nicht auf zu trinken bei den Schmerzen; es kann sogar erbrechen und will gleich wieder weitertrinken! Blass-blaue Verfärbung um den Mund. Schluckauf. Hellfärbiger, stinkender Stuhl.

Stimmungslage: weinerlich, launisch, unzufrieden, ungeduldig, mag keine Berührung. Furcht vor fremden Personen.

Lycopodium, Bärlapp:

Säuglingskoliken treten am Nachmittag/frühen Abend gehäuft auf – das genau ist die schlechte Zeit für Lycopodium. Der Bauch ist aufgetrieben, gleich nach dem Stillen ist lautes Rumoren zu hören, die Schmerzen aber werden zwischen 16 und 20 Uhr am stärksten. Besserung durch Lockern der Kleidung, Bewegung, Bettwärme, Aufstoßen, Blähungsabgang.

Anziehen der Beine während der Kolik. Das Kind trinkt gierig, schluckt viel Luft; ist schnell satt. Achtung: im Gegensatz zu Colocynthis und Cina verschlechtern Berührung und Druck die Bauchbeschwerden bei Lycopodium.  Stinkende Winde, abwechselnd Durchfall und Verstopfung.

Von der Stimmung her sind Lycopodiumsäuglinge reizbar, ungeduldig, grantig.

Wie Sie anhand meiner Schilderungen sicher erkannt haben, ist für die homöopathische Therapie nicht die Diagnose allein entscheidend, sondern die genaue Beobachtung des Säuglings.